Fragen

27. November 2011

Du kannst so vieles erst verstehen
Wenn du dir selbst die Neugier lässt.
Wer Augen schließt um Schönes nur zu sehen,
der wird dem Blinden gleich und vieles ihm entgehen
Von all dem Welt gewordenen Rest.

Gestatte dir, dich hin zu neigen
zu dem, was dich zur Frage drängt.
Das ist uns Menschen seltsam eigen
Drum möge man uns bitte zeigen
Wie alles stets zusammenhängt.

- Martin Kießling -


Changing Stations

23. Oktober 2010

Mit dem Leben ist es wie mit einem Zug. Ruhig und rhythmisch gleitet es dahin. Manchmal gesellen sich Mitreisende zu uns, während vor dem Fenster sich die Landschaft wandelt. Hin und wieder geht es hinein in einen Tunnel, meistens aber bald wieder hinaus. Der Weg scheint unabänderlich und klar. So kommt es, dass wir die wichtigen Weichen gar nicht wahrnehmen, wenn wir sie nehmen. Es ist ja nur ein kleines Ruckeln. Und ruckelt es nicht dauernd irgendwie? Erst rückblickend dämmert uns dann, dass diese banale Unmerklichkeit unser Leben in eine neue Richtung gelenkt haben muss. Es sind nicht einmal Gelegenheiten, die beim Schopfe gepackt werden müssen. Es passiert einfach.

I’m sitting here with my pen and paper I don’t know what I’m gonna say. I’ve been around a million places but everything seems to stay the same. Looking out from a dirty window lights go on but no one’s there. Sitting down in my big brown sofa the silent room makes me depressed. And I don’t mind being overcome by some aggravation as long as life moves away from this and keep changing stations.


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